Der Pfeifenraucher Albert Einstein sagte einst: “Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit. Aber beim Universum bin ich mir nicht ganz sicher.” Wie recht er damit hat, zeigen viele Beispiele, eines davon soll herausgegriffen werden.
Eine PR-Agentur sollte das Mobilfunk-Unternehmen “Boost” in die Schlagzeilen bringen und erfand zu diesem Zweck die “SMS-Krankheit”. Schlagzeilen wie “SMS macht krank” sorgten daraufhin vor allem in Australien für Aufregung. Gekonnt fügte man den Meldungen Phrasen wie “Komatexten” oder “posttextisches Stress-Syndrom” hinzu, so wie die Namen von Wissenschaftlern, um dem Ganzen einen seriösen Anstrich zu verpassen.
Mit Jennie Carroll, eine Dozentin der Universität Melbourne, fand man auch eine Wissenschaftlerin, die sich bereitwillig vor den Karren der PR-Profis spannen ließ. Carroll hatte sich mit dem Thema “Versenden von SMS” beschäftigt und durchforschte nun ihre Studien, um Belege dafür finden, dass das Senden und Empfangen von SMS Störungen verursachen soll. Sie fand tatsächlich Einzelfälle, auf denen das geforderte Studienergebnis zutraf. So sagte eine 17-Jährige bei einer Befragung: “Wenn mich niemand kontaktiert hat, werde ich echt depressiv und denke, dass mich niemand liebt”. Und schon hatte man ein Beispiel für das “posttextische Stress-Syndrom”. Dass diese Probleme nicht vom Schreiben der SMS herrührten, sondern in der Person der untersuchten Probandin lagen, wurde verschwiegen. Der Einzelfall wurde einfach zum Allgemeinproblem hochgespielt.
Fertig war die original Boost-Pressemitteilung, auf die sich die Medien stürzten und den Unsinn verbreiteten. Auch die deutsche “dpa” sprang auf den Zug auf. “Das Schreiben von zu vielen Kurznachrichten auf dem Mobiltelefon (SMS) macht krank – man läuft gegen Wände, entwickelt Minderwertigkeitskomplexe und hört Klingeltöne, die gar nicht da sind”, so die Presseagentur in einer Meldung Ende Juni 2010.
Kommt Ihnen ein derartiger Unsinn bekannt vor? Richtig. Auf ähnliche Weise wurde die Passivrauchlüge um die Welt geschickt. Gefälschte Studien, Einzelfälle als Masse bezeichnen, relative Risiken ignorieren, Studien zu finden die die eigene Meinung “beweisen” sollen – nichts anderes hat die WHO mit der Passivrauchlüge gemacht. Und sie hat bewiesen, dass Einstein recht hatte: Die menschliche Dummheit ist unendlich, denn die meisten Menschen glauben jeden Unsinn, wenn er nur halbwegs seriös verpackt ist. Dazu reichen heute bereits ein paar Fremdwörter, die Namen von “Wissenschaftlern” und das ständige Wiederholen einer Meinung.
(Vielen Dank an Rauchernews.de für die Erlaubnis zur Übernahme dieses Artikels. Das © bleibt ausdrücklich bei Rauchernews.de)
Popularity: 2% [?]
Share on Facebook











