“Das Märchen von der Pleitewelle” titelt die Süddeutsche und verweist stolz auf eine Studie des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI). Selbstverständlich wird verschwiegen, dass in dieser Studie auch steht, dass die Massen von Familien und Kindern sowie die Massen nichtrauchender Gäste ausgeblieben sind, die die Tabakkontrolle vollmundig versprochen hat.
Zwar wird (zumindest in der Süddeutschen, andere Zeitungen lassen das ganz weg) verschämt in einem Nebensatz darauf hingewiesen, dass die Gastronomiepleiten in Bayern nur deshalb verhindert werden konnten, weil die Wirte Raucherclubs eingerichtet hatten, aber wohl in der Hoffnung, dass dieser Nebensatz überlesen wird.
Auch wird verschwiegen, dass die meisten Bundesländer ursprünglich strenge Rauchverbote lockern mussten, nicht zuletzt durch das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes, welches ein totales Rauchverbot zwar als verfassungsgemäß ansah, gleichzeitig aber die Raucherclubs erlaubte und Ausnahmeregelungen einforderte, die gerecht sein sollten.
Und selbstverständlich fehlt in der Süddeutschen auch nicht der Hinweis auf die “zahlreichen Studien”, die Passivrauch als schädlich bezeichnen. Was fehlt ist der Hinweis darauf, dass es sich meist um Metastudien handelt, die nichts weiter tun, als sich die für ihre Zwecke günstigsten Zahlen aus anderen Studien herauszupicken.
Auch schämt sich die Süddeutsche nicht, das längst von der BBC und anderen als “Hoax” bezeichnete “Herzinfarktwunder” wieder auszugraben. Ganz im Stile der Antiraucherorganisationen, die ihre Lügen damit begründeten, dass das Volk zu dumm sei, die Wahrheit zu verstehen und dass man wegen einer “guten Sache” ja durchaus lügen dürfe. Ja, liebe Süddeutsche, wir verstehen: Es geht Ihnen nicht darum, die Menschen zu informieren, sondern Meinung zu machen.
Verbotswahn berichtete schon einmal über die Lobbyarbeit von Antiraucherlobbyisten bei diesem Blatt. Im Artikel “Die gekauften Blogger” wurde auf die Lobbyarbeit Dietmar Jazbinseks für die Tabakkontrolle eingegangen.
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Mittlerweile gab es auch von anderer Seite heftige Kritik an der Studie des RWI: http://www.tophotel.de/index.php?hotelpresseschau-29-april-2010
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