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Rumänien führt Fast-Food Steuer ein

4. März 2010
Von Aranita

Ungesundes Essen wird in Rumänien besteuert

Als erstes Land weltweit hat Rumänien eine sogenannte Fast-Food Steuer eingeführt. Die Steuer trifft aber nicht nur das “Junkfood”, sondern auch andere “ungesunde” Nahrungsmittel wie Kuchen und Süßwaren, Snacks und Kartoffelchips oder Limonaden und Säfte. Alle juristischen Personen, die Nahrungsmittel mit hohem Zucker-, Fett- oder Salzgehalt herstellen , einführen oder verarbeiten kommen in den “Genuss” der neuen Steuer.

Angeblicher Grund für die neue Steuer ist nach einer Aussage von Gesundheitsminister Attile Czeke, dass man das staatliche Gesundheitsförderungsprogramm voranbringen wolle. Die Steuer soll ausschließlich dazu verwendet werden, Gesundheitsprogramme zu finanzieren.

Immer mehr Menschen würden laut Gesundheitsministerium an Übergewicht leiden, welches die Risiken von Diabetes, Bluthochdruck und frühem Tod erhöhen soll. Das Ministerium schrieb in einem Dokument darüber hinaus, dass durch ungesundes Essen die Produktivität gesenkt werden würde.

Die liberaldemokratische rumänische EU-Abgeordnete Oana Antonescu (PDL), Mitglied der Kommission für Umwelt, Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, will die Fast-Food Steuer in der gesamten EU einführen. “Die Förderung gesunder Essgewohnheiten müsste unverzüglich zu einer zentralen Strategie der Europäischen Union werden”, so Antonescu, die die Steuer als “notwendige Erziehungsmaßnahme” befürwortet.

Deutschlands Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) sagte auf eine entsprechende Anfrage der “Bild”, eine derartige Steuer sei in Deutschland nicht geplant, da dies “reiner Populismus” sei. Und weiter: “Es ist ein Irrweg, zu glauben, man könnte über Steuern oder Verbote einen Bewusstseinswandel bei der Ernährung erreichen”.

Wir dürfen gespannt sein, wie lange es dauern wird, dass ein derartiger Unsinn auch in anderen EU-Ländern eingeführt wird. Dann mit dem “Argument”, dass die EU das ja vorschreiben würde. Wir kennen das ja von diversen anderen Verboten und Steuererhöhungen.

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