Tabak, Glühbirnen, Salz, Alkohol – wenn man denkt, langsam müssten doch die Dinge ausgehen, die man verbieten kann, dann hat man die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Im amerikanischen Detroit werden jetzt in Ämtern Parfums und Duftstoffe verboten. Das berichtete die “Detroit News“.
Grund war die 100.000 Dollar-Klage von Susan McBride, einer Angestellten, die sich durch das Parfum einer Mitarbeiterin belästigt fühlte. Die Behörden Detroits wollen umgehend reagieren und Plakate in den städtischen Büros aufstellen. Darauf werden die Angestellten aufgefordert, das “Tragen parfümierter Stoffe” zu vermeiden.
Im Einzelnen wird Parfum, Aftershave, Deodorant, so wie Gesichts- und Körperlotion aufgeführt. Ebenfalls wird der Gebrauch von Duftkerzen und Raumdüften verboten. Explizit wird aufgeführt, dass das Verbot auch Gratisproben betrifft, die man häufig in Zeitschriften findet.
Ann Curry Thompson, die Anwältin McBrides, wittert bereits das große Geld. Die sieht in vorliegendem Fall eine Grundsatzentscheidung, die sich andere Angestellte zum Vorbild nehmen sollten, die sich ebenfalls durch irgend etwas gestört fühlen. Grant Ha, das Anwalt der Stadt, sagte, er wisse noch nicht genau, wann das Parfum-Verbot offiziell werde, er sei aber davon überzeugt, dass dies “bald” der Fall sei.
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