Noch sind es mehr als vier Monate bis zum Volksentscheid für ein totales Rauchverbot in der bayerischen Gastronomie, der am 4. Juli 2010 stattfinden soll. Aber schon werden die Messer gewetzt und von Seiten der Befürworter des Totalverbots in der Gastronomie wieder mit Lügen und Halbwahrheiten polemisiert.
So schreibt die Gruppe “Pro Rauchfrei”, die sich “Nichtraucherlobby” nennt, auf ihrer Webseite: “Tabaklobby will mit viel Geld und falschen Aussagen die Bevölkerung manipulieren”. Richtig dabei ist, dass einige Firmen, deren Geschäftszweig der Handel mit Tabakwaren ist, endlich aufgewacht sind und Front machen gegen das totale Rauchverbot, welches von den Initiatoren des Volksentscheides gefordert werden.
Doch wo wird die Bevölkerung manipuliert? Bisher ausschließlich von der ÖDP und ihren Mitläufern. Das begann schon beim Volksbegehren. So behauptete die ÖDP, dass einer der Unterstützer für das totale Rauchverbot in der bayerischen Gastronomie, Herbert Weniger, ein Bündnis von 1.000 Wirten anführen würde. Trotz mehrfacher Anfragen wurde Rauchernews nicht ein einziger Wirt genannt, der sich dazu bekennen wollte, dieses Bündnis zu unterstützen. Ebenso wurde schamvoll verschwiegen, dass Herbert Weniger Kandidat auf der bayerischen Landesliste für die ultrarechte “DVU” war (Rauchernews berichtete).
Die Manipulation wird auch von “Pro Rauchfrei” betrieben. So schreibt die Gruppe auf ihrer Webseite: “In Wahrheit geht es nicht um die wirtschaftliche Situation von Wirten, es geht um die Beibehaltung legaler Drogenumschlagsplätze.”. Vielleicht sollte sich die Antirauchergruppe einmal mit den Wirten und deren Angestellten unterhalten, die weltweit wegen des Rauchverbots ihre Lokale schließen mussten und nun auf der Straße stehen.
Während des Volksbegehrens wurde Seitens der ÖDP behauptet, wenn man nicht unterschreibe, würde innerhalb kürzester Zeit wieder “überall geraucht” werden. Auch erweckte man den Anschein, mit dem Volksbegehren könne man der “CSU eins auswischen”. Auch “Pro Rauchfrei”, die von vielen Menschen “Pro Hirnfrei” genannt wird, verbreitet die Lüge, dass das bisherige bayerische Rauchverbot aufgeweicht werden soll weiter. Wörtlich schreibt die Gruppe:
“Mit dieser Finanzmacht und der Aussage „für Toleranz und Freiheit“ soll die Bevölkerung mit Lügen und falschen Behauptungen dazu gebracht werden, den Nichtraucherschutz wieder langfristig aus der Gaststätte zu verdrängen. Schließlich braucht die Tabakindustrie die Gaststätten als Umschlagsplatz für ihre Nikotindroge.”
Auch sonst greift man tief in die Ekelkiste polemischer Plattitüden: “Pro Rauchfrei, Mitinitiator des Volksentscheids, geht davon aus, dass dem Tabakkartell aus renitenten Wirten und skrupellosen Tabakunternehmen, die seit Jahren auch den Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DeHoGa) subventionieren, insgesamt über eine Million EUR zur Verfügung stehen werden.”
Auch in der Vergangenheit sind Mitglieder und Unterstützer der Antirauchertruppe durch Stigmatisierungen und Hass gegen Andersdenkende aufgefallen. Der “Stern” hatte “Pro Rauchfrei” als “Tugendterroristen” bezeichnet und die Gruppe folgendermaßen zitiert: “Raucher dürfen sich nicht auf Freiheit und Rechte oder gar Würde berufen. Diese stehen nur den Nichtrauchern zu”, oder “Das Recht auf die Inhalation von Brandgasen mit dem Anspruch auf Menschenwürde zu verfechten zeigt einmal mehr, wie toxisch der Rauch auf den Denkapparat wirkt” (Rauchernews berichtete).
Patrick Kast, einer der Vorstände von “Pro Rauchfrei” beschrieb im Forum der Gruppe seine Gewaltphantasien: “Wenn jemand in meiner Anwesenheit in einem normalen Restaurant nochmal eine Zigarette anzündet, dann garantiere ich für gar nichts mehr. Dann gibt es Krieg. Derjenige kann dann froh sein, wenn ich ihm nur Wein ins Gesicht schütte.” Und über Altkanzler Helmut Schmidt schrieb er: “Da meint der Knacki doch, das Rauchverbot würde mehr und mehr durchlöchert und würde wie die Prohibition enden. Aber das einzige, was durchlöchert ist, ist sein Hirn und seine Lunge.”
Es ist zwar bewundernswert, wenn man für Überzeugungen eintritt und auch dafür kämpft. Es ist aber widerlich, wenn man diesen Kampf mit Stigmatisierungen und Lügen führt, wie das militante Antiraucher tun. Es hat den Anschein, als wenn die Befürworter von Totalverboten langsam erkennen, dass ihr Traum von einer Verbotsgastronomie doch nicht so einfach ohne Gegenwehr weitergeführt werden kann. Anders ist es nicht zu erklären, dass diese Ausfälle jetzt schon breit gestreut werden. Man darf gespannt sein, was an weiteren Halbwahrheiten und Lügen von der Antitabaklobby auf die Menschen einprasseln wird.
(Vielen Dank an Rauchernews.de für die Erlaubnis zur Übernahme dieses Artikels. Das © bleibt ausdrücklich bei Rauchernews.de)
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