Kaum ein Blog, kaum eine Sendung im Fernsehen, wo nicht Oettingers Englisch-Video gezeigt wurde. Auch Verbotswahn nahm sich dieses Videos an. Doch wenn man jetzt auf das Video bei Youtube verlinkt, bekommt man statt des Videos folgenden Hinweis zu sehen: “Dieses Video ist aufgrund des Urheberrechtsanspruchs von Center On Capitalism and Society nicht mehr verfügbar“.
Tatsächlich findet man bei “Center on Capitalism and Society” das betreffende Video, wie das Blog “Netzpolitik.org” berichtet. Allerdings in anderer Form, die Rede Oettingers beginnt dort bei Minute 6:50. Nun gibt es im deutschen Urheberrecht das sogenannte “Zitatrecht“, welches Zitate in eigenen Beiträgen erlaubt. Und das Video ist definitiv ein eigener Beitrag, wurden doch am Anfang Kommentare eingefügt. Auch war das Video nicht dazu gedacht, die Rede Oettingers zu klauen, sondern auf Oettingers Englischkenntnisse hinzuweisen.
Hat also Google, der Besitzer von Youtube, hier wieder einmal in vorauseilendem Gehorsam Zensur betrieben? Jetzt beginnt wieder das bekannte Katz- und Mausspiel. Nutzer laden das Video wieder hoch, Youtube löscht, andere Nutzer laden das Video erneut hoch, Spiegelungen auf anderen Servern werden aufgebaut.
Ob Oettinger hinter der Löschung bei Youtube steht, ist derzeit nicht bekannt. Sollte das aber der Fall sein, sollte Oettinger sich schämen. Sicherlich wirft das Video kein Ruhmesblatt auf den CDU-Politiker, er sollte aber über der Sache stehen oder wie sein Parteikolege Helmut Kohl das so wunderbar konnte, die Geschichte einfach aussitzen.
Aber damit das Ganze nicht völlig in Vergessenheit gerät, hier ein Beitrag vom NDR: “Telekolleg: Englisch für Oettinger”. Man darf gespannt sein, wie lange dieses Video auf Youtube zu sehen sein wird.
Und für Freunde von Harald Schmidt ein Mitschnitt aus seiner Sendung:
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Über das deutsche Hanskasperlenglisch, oder wie die Oberkasperln deklarieren:” DENGLISCH” ist doch nur mit ein herzhafter Lacher, also: “HAHAHA” zu antworten!
Ein guter Deutscher lacht eben diese Denglischkasperln aus und amusiert sich. Sollten aber diese Gimpel Diskussionspartner werden, so handhabe ich das so: man läßt man sie nach Möglichkeit die Verachtung spüren, vorausgesetzt, dass sie die notwendige Intelligenz besitzen, die Verachtung überhaupt erkennen zu können.
nixfürugut:
altimoinus
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Das Urheberschutzgesetz ist ja durchaus sinnvoll. Wenn es allerdings als Grund für Zensur missbraucht wird, sollte man es schleunigst ändern.
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