Heidelberg, die Stadt, die sich die Tabakkontrolle als ihren Sitz ausgesucht hat, bekommt immer mehr Probleme wegen des Rauchverbots. Dadurch, dass die Menschen in den Lokalen nicht mehr oder nur noch eingeschränkt rauchen dürfen, gehen sie vor das Lokal, auf die Straße. Nun sind gerade Menschen, die ausgehen, nicht für ihre Schweigsamkeit bekannt. Sie lachen, sie unterhalten sich. Und manchmal sorgt auch ein zu hoher Alkoholpegel für lautstarke Diskussionen.
Die Anwohner sind mit Recht verärgert, doch sie suchen die Schuldigen an der falschen Stelle. Für sie sind die Wirte verantwortlich. Doch was sollen die Wirte tun? Früher, als die Menschen noch in den Gaststätten rauchen konnten, konnte der Wirt seine Gäste fast immer dazu überreden, beim Nachhausegehen sich doch ruhig zu verhalten. Heute halten sich die Menschen fast ständig vor dem Lokal auf, denn dort sind die Raucher, dort ist die Geselligkeit, dort ist der Spaß.
Doch zurück nach Heidelberg. der dortige Bezirksamtsleiter Bernd Köster gibt offen zu, dass er vond er gesellschaftlichen Entwicklung überrollt worden sei. Das Rauchverbot habe dazu geführt, dass sich immer mehr Leute außerhalb von Gaststätten aufhalten würden. Auch die Polizei kann wenig machen, denn sie muss die Personalien jedes einzelnen Ruhestörers aufnehmen. Und in der Zeit, wo man einem oder zwei Platzverbot erteilen würde, kämen zehn andere nach.
Oberbürgermeister Eckart Würzner stellt sich die Frage, wie man einerseits den Feiernden ihren Raum geben könne und andererseits die Anwohner vor Lärmbelästigung schützen könne. Herr Würzner, das ist ganz einfach: Schaffen Sie einfach die Rauchverbote wieder ab.
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