Seit 1. Januar 2008 gilt in Bayern das absolute Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden. Dazu zählen auch Lokale, Gaststätten, Kneipen. Begründet wird das Ganze mit “Nichtraucherschutz”. Wir erinnern uns: Mit “Jugendschutz” wurde auch schon Erwachsenenzensur begründet.
Sehen wir uns diesen sogenannten “Nichtraucherschutz” einmal genauer an: Angeblich sterben laut einer Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums Heidelberg jährlich 3301 Menschen an den Folgen des Passivrauchens. Also ausschließlich daran, dass sie unfreiwillig Tabakrauch aus ihrer Umgebung aufnehmen. Als Passivraucher wurden Menschen definiert, die bei einer Befragung angaben, dass sie sich öfter in Räumen aufhalten, in denen geraucht wird. Dabei wurde nicht weiter unterschieden, was das für Räume waren und man rechnete hoch, dass es aufgrund dieser Zahlen 20 Millionen Menschen seien, die den Gefahren des Passivrauchens ausgesetzt seien. Kurze Zeit später wurde die Zahl ohne Begründung auf 35 Millionen Passivraucher angehoben.
Unterstellt man die anfangs genannte Zahl von 20 Millionen “Passivrauchern”, ergeben sich für die Spanne vom 20. bis zum 80. Lebensjahr rund 333 000 “Passivraucher” in jedem Jahrgang. Die errechnete Anzahl von Todesfällen pro Jahr macht dann weniger als ein Prozent der “Passivraucher” aus, ein Anteil, der unterhalb statistischer Vertrauensgrenzen liegt.
Die Statistik wird aber noch interessanter. Die Menschen, die am angeblichen Passivrauchen sterben sind laut obiger Studie bis zum 65. Lebensjahr 13 Prozent. Laut statistischen Bundesamt liegt die durchschnittliche Sterberate bis zum 65. Lebensjahr bei 19 Prozent. Passivraucher sterben also seltener als Nicht-Passivraucher? Alleine daran sieht man, wie absurd und abenteuerlich die Zahlen sind, mit denen man den Menschen Glauben machen will, wie sinnvoll doch ein allgemeines Rauchverbot sei.
Ein weiterer Fehler dieser Studie ist die Tatsache, dass versucht wird, als einzige Todesursache das Passivrauchen anzunehmen. Es ist äußerst selten, dass der Tod aufgrund einer einzigen Todesursache eintritt.
Wenn man irgend etwas ergründen will, muss man sich immer fragen: “Wem nützt das Ganze?”. Niemand wird so naiv sein und annehmen, dass die von Amerika zu uns herübergeschwappte Raucherhysterie gesundheitliche Gründe hätte. Noch nie hat irgeneine Regierung Gesetze beschlossen, wo es um die Gesundheit der Bürger ging. Das war immer nur vorgeschoben. Sonst müsste Alkohol verboten werden, Fastfood, Autos, Chemie – einfach fast alles was für uns heute Selbstverständlich ist. Wem also nutzt die Raucherhysterie?
Gehen wir einmal nach Amerika. Die Stadt Portland hat gefordert, Rauchen in Mietwohnungen zu verbieten. Als Grund wurde Nichtraucherschutz genannt. Als Sponsor für diese Kampagne tritt die Robert Wood Johnson Foundation (RWJF) auf, sie gab der Stadt Portland 74901 Dollar um eine Studie zu finanzieren, die beweisen wollte, wie schädlich Rauchen in Mietwohnungen sei. Die RWJF ist eine Stiftung, die von der Familie Johnson gegründet wurde. Diese Familie Johnson hält die Aktienmehrheit von Johnson & Johnson, einem Chemiegiganten und Pharmakonzern, der Raucherentwöhnungs-Produkte vertreibt. Zweistellige Millionenbeträge werden von Johnson & Johnson jährlich in sogenannte Anti-Drogen-Projekte gesteckt – momentan fließt dieses Geld aber fast ausschließlich in Anti-Tabak-Kampagnen. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
Die allermeisten Politiker haben scheinbar das Machtmißbrauchsgen in sich und lernen dabei nicht von der Vergangenheit. Ich will hier gar nicht davon reden, dass es für die eigene Machterhaltung wichtig ist, zu verbieten und damit Gründe zu haben, zu sanktionieren (wie es in der DDR oder im Dritten Reich der Fall war), nein, reden wir einfach von der Prohibition – dem jämmerlich gescheiterten Versuch der Amerikaner, Alkohol verbieten zu wollen. Jetzt sind also die Raucher dran.
Ich bin wahrlich kein Freund der FDP und schon gar keiner der Bayernpartei. Hier aber ein Zitat der Bayernpartei zum sogenannten “Nichtraucherschutzgesetz” in Bayern: “Dass sich im ganzen Bayerischen Landtag kein einziger von den 180 „Volksvertretern” gefunden hat, der den Mut hatte, den Irrsinn und diese Hysterie beim Namen zu nennen, ist beschämend. Aber auch bezeichnend für den Zustand unserer Demokratie.”
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